Die Zukunft von
Computern

Hört man von der Zukunft von
Computern, denkt man meist an die Erzeugnisse der Fantasie von
Science-Fiction Autoren: Sich selbst steuernde fliegende Autos,
künstliche Intelligenzen oder vollautomatische Haushaltshilfen,
die jede ihnen zugewiesene Arbeit ohne Murren erledigen. Obwohl
an einigen dieser Dinge tatsächlich geforscht wird (wie der
künstlichen Intelligenz), sind all diese Dinge noch
Zukunftsvisionen, welche in weiter Ferne liegen: Zwar nicht
ausgeschlossen, allerdings werden sie auch bestimmt noch einige
Zeit auf sich warten lassen, bevor sie Realität werden.
Andere Trends sind hingegen auch schon heute zu beobachten: So
werden Computer seit Jahren immer kleiner, und die Bedienung
intuitiver. Der Trend geht eindeutig in Richtung von
Touchscreens, und der Computer ist immer und überall dabei.
Doch auch das mobile Internet wird immer weiter ausgebaut, und
bald wird es wohl ein alltäglicher Anblick sein, wenn jemand im
Zug auf dem Weg zur Arbeit noch mal eben seine E-Mails checkt.
Sogar in einigen Hochgeschwindigkeitszügen ist inzwischen
Internet verfügbar, und auch im Flugzeug soll bald (wieder)
eine Internetverbindung möglich sein.
Aber Computer sollen uns auch bei alltäglichen Dingen
unterstützen. Die Defibrillatoren, die inzwischen an
verschiedenen öffentlichen Plätzen installiert werden, sind
bereits Vorboten dieser Entwicklung: Diese Geräte wurden dafür
konzipiert, auch von absoluten Laien bedient werden zu können:
Das Gerät spricht, erklärt, und kontrolliert auch, ob der
Einsatz von Stromschocks zur Reanimation in diesem speziellen
Fall überhaupt sinnvoll ist – um dann auch in Eigenregie zum
optimalen Zeitpunkt den Strom auszustoßen. Solche Geräte in
jedem Haushalt zu installieren würde natürlich viel zu weit
gehen. Aber in der Fantasie einiger Wissenschaftler ist im
Badezimmer der Zukunft ein Computer installiert, der bereits
während der Morgentoilette Daten sammelt und hilft, Diagnosen
zu stellen und zu entscheiden, ob ein Termin beim Arzt gemacht
werden sollte, oder nicht.
Doch das ist noch lange nicht die einzige Entwicklung, die sich
abzeichnet: Die zunehmende Vernetzung aller Geräte im Haushalt
wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich fortschreiten,
sodass der Hauscomputer uns weckt, uns während wir im Bad sind
einen Kaffee kocht, oder wir bequem von der Arbeit aus noch die
Waschmaschine anstellen können. Auch wird „Augmented Reality“,
also „verbesserte Realität“ immer mehr an Bedeutung gewinnen:
Anstatt aufwendige Modelle herzustellen, wird zum Beispiel eine
Karte mit einem bestimmten Muster verwendet. Eine Videokamera
nimmt das Bild inklusive der Karte auf, und ein Computer
erzeugt an der Stelle, an der der „Marker“ (also die Karte)
sich befindet, im Videobild in Echtzeit ein digitales Bild: zum
Beispiel das Bild eines bestimmten Tieres im
Biologieunterricht. Oder sie können mithilfe dieser Marker
testen, ob ihr Klavier durch das Treppenhaus zu ihrer neuen
Wohnung passt – oder ob sie das wertvolle Stück nicht doch
lieber durch das Fenster transportieren.
Doch die zunehmende Vernetzung wird auch in anderen Teilen der
Welt einen enormen Einfluss haben: Besonders dort, wo wenig
Infrastruktur besteht, können mobile Computer, besonders auch
mit Internetanschluss nicht nur viele Menschen mit dem Rest der
Welt verbinden, sondern schaffen auch neue Möglichkeiten: für
Kontakte, Hilfe, Bildung und natürlich auch mehr Wohlstand,
gerade in Gebieten, in denen bisher kaum Hilfe angekommen
ist.
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