Computergigant
kauft Schiffsbeteiligung

Es war an der Zeit zu expandieren. Doch
diesmal wollte der Chef des Coputergiganten Makrohard anders
vorgehen. Durch die Verflechtung der Finanzmärkte ergaben sich
ganz neue Möglichkeiten. Und so entschied sich Will Waits für
eine Schiffsbeteiligung.
Die Expansion sollte diesmal über die Weltmeere erfolgen.
Die Weltmeere waren schon immer von entscheidender
taktischer Bedeutung, wenn man etwas erobern wollte. Warum
sollte es bei der Wirtschaft anders sein?
Seine Firma hatte in letzter Zeit
gelitten. Der tot geglaubte Konkurrent “Strawberry“ war wieder
aus seiner Asche auferstanden und lockte Konsumenten mit
intuitiver Steuerung und ähnlichem Blödsinn. Und seitdem war
der elendige Chef dieses Vereins, Steve Employee, von
regelrechter Schaffens-Sucht befallen. Hinzu kam noch dieses
unverschämte Suchmaschinen Unternehmen “Moogle“, das
schlagartig das Internet erobert hat. Da war man Jahre lang
konkurrenzlos und dann so was! Die Monopolstellung von
Makrohard war gefährdet. Will Waits musste sich wohl die Frage
gefallen lassen, ob er nicht mit dem Erfolg doch zu
leichtsinnig geworden war.
Aber nun war es an der Zeit
unkonventionelle Wege zu gehen. Wer sagt denn, dass Will Waits
nur mit Computern Geld verdienen darf? Will Waits hatte sich
mit einem Fondsvermittler aus Deutschland, der
Hannover
Leasing, in Verbindung gesetzt
und dort dann alles an Schiffbeteiligungen erstanden, was
nur möglich war. Der erste Schritt war also getan. Nun würde
Will Waits den überkontinentalen Export von Makrohard auf
den Seeweg umstellen und schon würde er sich selbst in die
Taschen wirtschaften. „Schade, dass man nicht auch Updates
per Schiff verschicken kann.“, dachte sich Will
Waits.
Zuerst hatte Waits mit dem Gedanken
gespielt, in Flugzeuge zu investieren. Das erschien im
logischer. Doch dann hatte er in Wikipedia erfahren, dass
Schifffahrt mehr als 90 % des gesamten Handels ausmacht und
wusste, auf welches Pferd er zu setzen hatte. Außerdem konnten
Schiffe, ganz im Gegensatz zu Flugzeugen und seinen Computern,
nicht abstürzen. Nun fühlte sich Will Waits wie Administrator
und Admiral in einem.
Sein Schiff sollte erstmalig am
secondhand Strand “eBay“ in See stechen. Von da an würde sein
wirtschaftlicher Erfolg über die Meere nicht mehr aufzuhalten
sein. Derer einzige Nachteil war, dass Waits sich neben Produkt
Piraterie nun auch mit der eigentlichen Piraterie
auseinandersetzen musste. Um seine Schiffe besser schützen zu
können, lies er auf jedem Schiff einen Trupp kriegerischer
Frauen, die er bei “Amazon“ angeheuert hatte,
stationieren.
Nun war also auch dieses Vorhaben in
trockenen Tüchern. Waits war froh, dass die Sache nun
abgewickelt war. Nachdem Waits seine Wäsche online im Garten
aufgehangen hatte, fuhr er wieder von seiner Home Edition in
sein funktionelles Office. Er beauftragte dort den Praktikanten
Excel Schulz, ihm eine Tasse Kaffee zu bringen. Schulz
arbeitete dort, seitdem ein Client ein gutes Word für ihn
eingelegt hatte. Waits blickte nachdenklich aus den Windows
seines Büros. Er überlegte schon seit geraumer Zeit, einen
Schnapsbrenner in die kommende Generation PCs zu
integrieren.
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